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Arbeiten bis zum Umfallen ist längst Realität – weg mit der Rente erst ab 67

Pressemitteilung von Matthias W. Birkwald,

„Wer nicht akzeptieren will, dass arme und hart arbeitende Menschen früher sterben, hohe Rentenabschläge in Kauf nehmen müssen und von ihrer Rente später einmal nichts haben, muss für gute Arbeitsbedingungen, gute Löhne und eine gute Rente eintreten. Längeres Arbeiten kann man nicht erzwingen, man muss es ermöglichen“, kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die neuen Zahlen des Sozialverbands VdK und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zur Lebenserwartung. Birkwald weiter:

„Alle Forderungen nach einer Erhöhung der Regelaltersgrenze sind angesichts der neuen Zahlen eine zynische Umschreibung für Rentenkürzungen. Knapp 15 Prozent der älteren Menschen sterben aktuell vor ihrem 65. Geburtstag. Und 20 Prozent der Menschen sterben vor ihrem 69. Geburtstag.

Wir brauchen einen Politikwechsel weg von der Rente erst ab 67, für gute Arbeit und den höchstmöglichen Schutz für kranke Menschen vor Altersarmut. DIE LINKE hat ein Programm für ein gutes und langes Arbeitsleben: Der gesetzliche Mindestlohn muss auf 13 Euro erhöht werden, wir brauchen einen Rechtsanspruch auf alters- und alternsgerechte Arbeitsplätze und gute Reha-Leistungen sowie massive Investitionen in die Weiterbildung von älteren Beschäftigten.

Nicht nur für Menschen in belastenden Berufen muss die Erwerbsminderungsrente neu aufgestellt werden: Abschläge müssen abgeschafft werden oder die Erwerbsminderungsrente muss durch eine wertgleiche Maßnahme um knapp elf Prozent angehoben werden. Die hohen Ablehnungsquoten müssen sofort wissenschaftlich untersucht werden. Zudem muss der Zugang zur Erwerbsminderungsrente erleichtert werden.

Statt der Rente erst ab 67 fordert DIE LINKE eine abschlagsfreie Rente ab 60 nach 40 Beitragsjahren und eine Rückkehr zur Regelaltersgrenze von 65 Jahren. Arbeiten über die Regelaltersgrenze hinaus wird heute schon massiv gefördert und belohnt.“


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